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Geschichte vom bachtel
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Der Bachtel trägt seinen Namen erst etwa seit Mitte des 17.Jahrhunderts. In älteren Urkunden wird der Aussichtspunkt "Berg Orn" oder noch häufiger "hoher Ornberg" genannt. Der Name Orn ist abgeleitet von Ahorn und deutet darauf hin, dass früher im Oberland mehr Ahornbäume standen als heute. Das ganze Gebiet zwischen dem Auenberg und dem "hohen Ornberg" wurde in früherer Zeit einfach "Bachtal" genannt. Mit der Zeit übertrug sich der Name Bachtal auch auf den angrenzenden Berg, der den Namen "Bachtalberg" erhielt.
Diese Bezeichnung ist auch auf der "Gygerkarte" aus dem Jahre 1664 zu finden. Mit der Zeit entstand aus dem Namen "Bachtalberg" der einfache Name "Bachtel" und so heisst er heute noch. |
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Schon früh war der Bachtel das Ziel vieler Wanderer. Um 1850 wurde der Gipfel gerodet und eine Trinkhütte erstellt, in der man sich an schönen Sonntagen erlaben konnte. Bereits 1856 erstellte man dann eine Wirtschaft und bald fanden verschiedene Feste auf dem herrlichen Aussichtspunkt statt, vor allem Preiskegeln, Sängerfeste und Schützenfeste. Schon damals soll sich zur Vergrösserung der Rundsicht neben dem Haus ein Aussichtspodium befunden haben. Dieser konnte nur mit einer Leiter erreicht werden. Im Jahr 1873 erbaute ein einfallsreicher Wirt einen hölzernen Aussichtsturm.
Bekanntlich hängt die Prosperität eines Gasthauses von der Fähigkeit des Wirtes ab. Wie andere solche Lokalitäten, erlebte auch das Bergrestaurant Bachtel im ersten Viertel des 20. Jahrhunderts gute und schlechte Wirtsleute. Trunksucht und unordentliche Geschäftspraktiken führten im Juni 1920 zum Konkurs des Bachtelwirtes. Bereits vorher setzten sich die Verantwortlichen des SAC Bachtel und des Verkehrsvereins Hinwil zusammen und suchten nach sinnvollen Lösungen. die Bachtelianer ergriffen dann die Initiative und unterbreiteten im Juli 1920 den Mitgliedern den Vorschlag die Liegenschaft Bachtel zu kaufen und das schlichte Bergrestaurant durch einen Pächter zu betreiben. Man suchte Geldgeber unter den Mitgliedern und brachte bis 7. August 1920 150'000 Franken zusammen. Die Beträge, die 199 Mitglieder zur Verfügung stellten, wurden zu 4% verzinst, ein Teil davon wurde a fonds perdu gespendet. Bereits am 8. Januar 1921 beschlossen die Bachtelianer im Restaurant "Rössli" in Wald die Gründung der "Genossenschaft Bachtel-Kulm der SAC-Sektion Bachtel.
Der Bachtelturm
Wie bereits erwähnt baute der Bachtelwirt 1873 nebst einer Kegelbahn einen 27 Meter hohen hölzernen Turm. Zuoberst errichtete man eine geschlossene Aussichtsterasse. Durch verschiedene farbige Fenster erblickten die Gäste die Landschaft in rosarot oder himmelblau. Dafür kassierte der Wirt 5 Rappen pro Person. Am 6. Januar 1890 fegte ein orkanartiger Sturm über das Oberland. Der Turm hielt dieser Belastung nicht stand und fiel in sich zusammen. Dem Wirt und den Besuchern verblieb nur ein grosser Haufen Brennholz und ein farbiger Scherbenhaufen.
Zum Bachtel gehört ein Turm. Dies fanden auch die Teilnehmer der SAC Réunion 1893. Man beschloss eine Geldsammlung zur Erstellung eines eisernen Turms. In kurzer Zeit waren 2'500 Franken beisammen, und mit viel Optimismus wollte man bis Baubeginn den Betrag von 12'000 Franken zusammenbringen.
Am 1. Mai 1893 schloss der SAC Bachtel mit dem damaligen Bachtelwirt einen Vertrag zum Bau eines eisernen Turmes ab. Als Vorbild diente der Turm auf dem Eschenberg bei Winterthur. In Rekordzeit wurde der Turm gebaut und am 19. August 1893 eingeweiht. Ohne Transporte und Fundamente kostete der Turm 12'700 Franken. Der eiserne Turm wies eine Höhe von 54 Metern auf. In dessen Mitte führte eine Treppe mit 159 Stufen zur Aussichtsplattform in 30 Metern Höhe.
Der Turm verblieb im Eigentum der Sektion Bachtel des SAC, und die Genossenschaft verpflichtete sich für den Unterhalt des Turmes zu sorgen.
Im Januar 1983 orientierte die Fernmeldedirektion erstmals die Behörden und interessierte Kreise über den Bau einer UKW-Station auf dem Bachtel-Kulm. Zur besseren Übertragung von Radiosendungen im Zürcher Oberland. Aber auch für Funk und Telefon wurde ein neuer Turm gebaut. Er weist zurzeit eine Höhe von 75 Metern auf und wieder lädt eine Aussichtsplattform, die man nach dem Erklimmen von 161 Stufen erreicht, auf 30 Metern Höhe zum Rundblick ein. Eingeweiht wurde der neue Turm am 22. September 1986. Der Turm gehört der Swisscom und die GBK ist Baurechtgeberin.
Bereits der alte Turm hatte einen von Friedrich Elmer aus Wald erstellten Alpenzeiger mit dem man über das Visier die verschiedenen Gipfel identifizieren konnte. Deshalb war diese Einrichtung sehr beliebt und man rüstete den neuen Turm ebenfalls mit einem Alpenzeiger aus. Das neu geschaffene Werk ist Paul Thalmann zu verdanken, der gemeinsam mit Hans Nussberger einen neuen Alpenzeiger erstellte und ein Panorama zeichnete. Wer sich die Turmbesteigung nicht zutraut kann sich am neuen Panoramabild vor dem Restaurant orientieren, das von Walter Brändli erstellt wurde. Das Alpenpanorama kann im Restaurant für 26.00 CHF gekauft werden.
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